Transport und Eingewöhnung:

Zum Transport am besten geeignet haben sich Styroporboxen mit einem Loch im Deckel. Die Boxen schützen besonders gut vor Zugluft. Außerdem bleibt der Streßfaktor für die Tiere sehr gering.

 

Je dicker die Boxwände sind, desto länger bleibt die Temperatur im Boxinneren konstant. Am besten lässt man die Box eine zeitlang vor dem Transport mit geöffnetem Deckel bei Zimmertemperatur stehen, damit sich die Box selbst und deren Inneres erwärmt.

 

Als Bodengrund sollte man entweder Zeitungskneuel, Erde, Rindenmulch oder Buchenholzspäne in die Box einstreuen bevor man die Tiere einsetzt. Dies verhindert, daß die Tiere in der Box herumrutschen können. Die Temperatur im Inneren der Box bleibt nun ca. 3 - 6 Stunden (je nach Außentemperatur) geeignet, um die Schildkröten zu transportieren.
 


Styroporboxen sind zum Transport der gepanzerten Vierbeiner bestens geeignet

Sobald man zuhause angekommen ist, sollte man die Tiere nicht sofort ins Terrarium überführen, sondern sie zuerst mit offenem Deckel an das Klima im Raum gewöhnen, bevor man sie für ca. 10 Minuten in ein mit lauwarmen Wasser gefülltes Gefäß setzt. Hierbei sollte allerdings das Wasser nicht die Mundhöhe des Tieres überschreiten. Dieser Akt gilt nicht der Reinheit des Tieres sondern hat den Zweck, daß das Tier durch die Aufnahme des Wasser durch Mund und Kloake seinen Flüssigkeitshaushalt, der während des Transportes leidet, wieder in Schuss bringt.

 

Nachdem ausgiebigen Bad sollte man die Schildkröten sehr gründlich abtrocknen, bevor man sie in das beheizte und eingerichtete Terrarium setzt. Nun werden die Schildkröten das neue Revier erkunden. In den kommenden Tagen kann es sein, daß sich die Tiere erst eingewöhnen müssen und daher die Nahrungsaufnahme verweigern.

 

In diesen Tagen sollte wir den Tieren einfach ihre Ruhe gönnen und sie aus sicherem Abstand im Freien oder im Zimmerterrarium beobachten. Anfassen der Tiere sowie das Krabbeln auf dem Zimmerboden sollte besonders in der Eingewöhnungszeit vermieden werden, da auch das unnötigen Stress für die gepanzerten Vierbeiner bedeutet.


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